KAZÉ Geschichte

Für alle, die sich für Hintergründe und Geschichte interessieren, gibt es hier einen kompakten Rückblick auf unsere bewegte Firmengeschichte.

Der Anfang – Die Gründerjahre

1995 – Unter dem Name Anime Virtual wird eine kleine Firma von drei Studenten in Lausanne (Schweiz) gegründet – mit dem Ziel, Animes auf VHS in der Schweiz zu vertreiben. Die Animes werden aus Frankreich, den USA oder Großbritannien importiert und in ihrer französischen bzw. englischen Fassung herausgebracht. Daneben wurden auch Importprodukte aus Japan vertrieben, z. B. Artbooks und CDs.

1999 – Der Schweizer Markt wird zu klein für die aufstrebende Firma und Anime Virtual eröffnet eine Filiale in Frankfurt/Main, um den deutschsprachigen Markt zu erobern.

2001 – Anime Virtual avanciert zum Verlag und gründet die Labels EVA (Erotic Video Animation) und Anime Video, um zukünftig Animes für den deutschsprachigen Markt zu lizenzieren und auf Deutsch herauszubringen. Alle Titel erscheinen zunächst auf VHS und in OmU. Die ersten Animes sind Fencer of Minerva bei EVA sowie Iria – Zeiram die Animation, Lodoss – Legend of Crystania und Die letzten Glühwürmchen unter dem Label Anime Video. Der Vertrieb erfolgt über A.C.O.G. (Modern Graphics), dem damaligen Marktführer im Anime-Sektor.

Anime Video – Von Dietzenbach nach Berlin

2002 – Aus der Ein-Mann-Firma wird ein kleines Unternehmen mit Geschäftsleitung, Vertrieb und Marketingabteilung. Die DVD löst die VHS ab und Anime Virtual wird Mitglied des Bundesverbandes Audiovisuelle Medien (BVV). Außerdem werden weitere Anime-Label gegründet, wie AV2 und Ikasu. Vertrieblich wechselt Anime Virtual zu einem Mischmodell, wobei der Großteil über Carlsen und Egmont vertrieben wird und ein Teil des Handels, wie die Elektronikketten MediaMarkt und Saturn, in Eigenregie bedient wird.

2003 – Der Sitz der deutschen Tochterfirma wird nach Berlin verlegt und Anime Virtual entscheidet sich dazu, den Vertrieb seiner DVDs ganz allein zu betreiben.

Zentralisierung und Diversifikation

2004 – Anime Virtual verlegt die DVD-Produktion nach Deutschland.

2006 – Wir gründen das CD-Label Wasabi Records. Wasabi veröffentlicht Anime-Soundtracks und J-Pop.

2007 – Anime on Demand, das erste legale deutsche VoD-Portal für Animes, wird ins Leben gerufen. Die Anime Virtual GmbH benennt sich um in AV Visionen GmbH, weil der Vertrieb von Home-Entertainment-Produkten anderer Genres (als Anime) für Dritte zunimmt.

2008 – Das Produktportfolio von AV Visionen erweitert sich um Realfilme. Unter dem neu gegründeten Label Eye See Movies erscheinen neben asiatischen und japanischen Live Action Movies auch deutsche und europäische Realfilm-Produktionen.

Von Berlin nach Tokio, von Anime Video zu KAZÉ

2009 – Anime Virtual und alle Tochterfirmen werden der Shueisha-Shogakukan-ShoPro Gruppe eingegliedert, die in Europa durch VIZ Media Europe (VME) mit Sitz in Paris vertreten wird. Der bisherige Hauptsitz in Lausanne wird zu VIZ Media Switzerland (VMS) umfirmiert.

2010 – VME vereinheitlicht seine Anime-Labels europaweit: Die Marke Anime Video wird durch KAZÉ abgelöst. In diesem Zuge bekommt KAZÉ ein neues Logo – als gemeinsames Label aller Anime-Produkte von VIZ Media Europe.

KAZÉ erweitert sein Portfolio

2012 – Unter dem Label KAZÉ Manga launchen wir unser erstes Manga-Programm mit den Titeln Blue Exorcist, Toriko, Akuma to love Song, Midnight Secretary und Nura – Herr der Yokai. Der Vertrieb der Mangas läuft über den Egmont Verlag.

2016 – Im Februar 2016 starten die KAZÉ Anime Nights, die jeweils am letzten Dienstag im Monat einen spannenden Anime-Titel ins Kino bringen und sich – mit einer Verbreitung in über 300 Kinos – zum größten Anime-Kino-Event im deutschsprachigen Raum entwickeln werden.

2018 – Unter dem Label KAZÉ Movie erscheinen ab 2018 alle Realfilme, die einen Manga- oder Anime-Bezug haben – während alle nicht japanischen bzw. asiatischen Filme weiterhin unter dem Label Eye See Movies erscheinen.

Neue Strukturen, neue Marken, neue Eigentümer – Von Tokio nach San Francisco

2019 – AV Visionen trennt sich von Egmont als Buch-Vertrieb für die Manga-Sparte und vertreibt neben den Anime- und Realfilm-Titeln (der Marken KAZÉ und ESM) nun auch alle KAZÉ-Manga-Erscheinungen in Eigenregie – und dies ebenso für das Fremdlabel MangaCult.

Wir kündigen mit KAZÉ Games ein neues Label für Brett- und Rollenspiele an, das zur Leipziger Buchmesse 2020 an den Start gehen sollte.

Im Herbst 2019 wird VIZ Media Europe und damit auch VIZ Media Switzerland an Crunchyroll verkauft. Die Shueisha-Shogakukan-ShoPro Gruppe behält nur einen Minderheitsanteil an dem Unternehmen.

2020 – Das Corona-Jahr wird zum bisher erfolgreichsten Jahr in der Geschichte von KAZÉ Anime und Manga. Die DVD- und Buchverkäufe erreichen trotz Ladenschließungen und Erscheinungsterminverschiebungen ein Rekordhoch und auch die Anzahl der Streaming-Kunden bei Anime on Demand steigt rasant an. Der Launch des Game-Labels muss leider verschoben werden.