06. Sep 2015, 00:00 Uhr

Das Wesen des Lebens

Cyberpunk meets Frankenstein oder Project Itoh, Teil 3: In "The Empire of Corpses" werden im London des 19. Jahrhunderts Leichen wieder lebendig ...
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Das Wesen des Lebens

The Empire of Corpses war Project Itohs letzter, unvollendet gebliebener Roman. 2012 erschien eine von Toh EnJoe (Self-Reference ENGINE) fertiggestellte Fassung. Von diesem stammen übrigens auch die Skripte zu zwei Episoden von Space Dandy ...

London im späten 19. Jahrhundert: Mit Hilfe einer neuen Technologie lassen sich Leichen wieder zum Leben erwecken, indem man ihnen künstliche Seelen einpflanzt. Die so wiederbelebten Toten nennt man passenderweise Frankensteins und setzt sie als Arbeiter oder gar Soldaten ein. Der Medizinstudent John Watson, der später als langjähriger Assistent von Sherlock Holmes bekannt werden soll, wird von der Regierung als Geheimagent angeheuert. Er soll den Einsatz der Frankensteins im Zweiten Anglo-Afghanischen Krieg untersuchen. Dabei gerät er auf die Spur Dr. Frankensteins ursprünglicher Technologie zur Leichenwiederbelebung – und auf dessen erste Kreatur.

The Empire of Corpses ist im Gegensatz zu Genocidal Organ und Harmony keine in der Zukunft angesiedelte Dystopie, sondern eine historische Cyberpunk-Story. Dennoch verbinden die Geschichten gemeinsame Elemente und Motive: So geht The Empire of Corpses den Folgen des Einsatzes reanimierter Leichen in der industriellen Revolution nach. Auf diese Weise verbindet der Film Motive aus der klassischen Gothic-Literatur mit modernen Fragen zu biotechnologischer Kriegsführung.

Regie führt Ryotaro Makihara (HAL). Die Produktion übernimmt das aufstrebende WIT STUDIO (Attack on Titan, The Rolling Girls, ONE-PUNCH MAN). Ein Kinorelease in Deutschland ist wie für die anderen beiden Project-Itoh-Filme für 2016 geplant.

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